Cola: Suchtgefahr?

Cola wird immer wieder mit Kokain in Verbindung gebracht.
Es ist allerdings umstritten, ob zu den Anfangszeiten des Getränks wirklich Extrakte des Kokablatts enthalten waren – wenn ja dann in einer Dosis die sicher keine Wirkung zeigte. Cola enthält zwar Koffein – aber weniger als sich im Kaffee oder in Energy Drinks befinden.

Vom Körperlichen her ist es daher kaum möglich, süchtig nach Cola zu sein – gefährlicher ist da eher der hohe Koffein oder Zuckergehalt.

Die Sucht nach Koffein nennt man
Coffeinismus

Als Coffeinismus wird einerseits eine akute Vergiftung mit Koffein (engl. Coffein), andererseits auch eine chronische Abhängigkeit von Koffein bezeichnet.

Umgangssprachlich auch Kaffeesucht genannt, bezeichnet es die Sucht nach chronischer Zufuhr von Koffein bzw. den Missbrauch von Getränken wie Kaffee, koffeinhaltigem Tee oder koffeinhaltigen Energy Drinks / Colas.

Bei gesunden Menschen wird die tödliche Dosis bei etwa 10g Koffein eingeordnet. Das wären ca. 100 Liter Cola oder 200 Tassen doppelter Espresso. Bereits ab 1g Koffein können Vergiftungserscheinungen auftreten.

Ein schlechter Scherz?

Nein. Natasha Harris (rechts) trank jahrelang rund zehn Liter Coca-Cola am Tag, bevor sie im Februar 2010 starb. Harris hatte demnach mehrere Gesundheitsprobleme, die in Verbindung mit dem extremen Konsum der koffeinhaltigen Limonade gebracht werden könnten und die eine Rolle bei den Herzrhythmusstörungen spielten, an denen sie schließlich starb.

Der übermäßige Konsum von Coca-Cola hat nach Meinung eines Untersuchungsrichters maßgeblich zum Tod der Neuseeländerin beigetragen. Bei Ansicht aller vorliegenden Beweise komme er zum Schluss, dass die 30-jährige Mutter von acht Kindern nicht „zu dem Zeitpunkt und auf die Art“ gestorben wäre, hätte sie nicht solche „sehr großen Mengen“ Cola getrunken, erklärte David Crerar. Er forderte den Coca-Cola-Konzern auf, seine koffeinhaltigen Produkte mit Gesundheitswarnungen zu versehen.

Eine Untersuchung der Toten hatte ergeben, dass sie eine vergrößerte Leber hatte. Dies wurde auf Fettablagerungen zurückgeführt, die durch exzessive Zuckerzufuhr und einen geringen Kaliumgehalt im Blut ausgelöst wurden. Dadurch können die Herzfunktionen beeinträchtigt werden. Siehe » Focus.de

Entzugserscheinungen

Eine Studie aus dem Jahr 2004 empfahl die Aufnahme des Coffein-Entzugssyndrom in das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders. Ihr zufolge treten Entzugssymptome meist 12 bis 24 Stunden nach dem letzten Koffeinkonsum auf. Sie sind während der ersten ein bis zwei Tage am stärksten und verschwinden nach etwa zwei bis neun Tagen. Dazu zählen

  • Bewusstseinsstörungen / Müdigkeit
  • Verlangsamung / Unruhe
  • Verlangen nach stimulierenden Substanzen
  • Schlaflosigkeit / Schlafstörungen
  • Appetitsteigerung

Koffeinentzug

Wenn der Körper an diesem Punkt angelangt ist, Deine Mitmenschen über den Koffeinkonsum den Kopf schütteln und das Ganze keine Wirkung mehr zeigt, dann sollte man sich über eine Entwöhnung gedanken machen. Keine Sorge: Üblicherweise benötigt man dazu keinen Arzt oder eine Entzugsklinik. Auch die Entzugserscheinungen lassen sich normalerweise problemlos überstehen.

Der Koffeinentzug dauert üblicherweise einige Tage bis eine Woche. Wenn man sich stark an Koffein gewöhnt hat sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit bis hin zu leichten Depressionen zu erwarten. Du wirst aber merken, dass sich die Inkaufnahme dieser störenden Begleitfaktoren lohnt. Nach Abschluss der Entwöhnung entfaltet Koffein wieder fast seine volle Wirkung. Man wird überrascht über die neue Motivation, Zielstrebigkeit und Kreativität sein. Außerdem können diese bereits mit einer geringeren Menge Koffein erreicht werden. Für Menschen mit Stress und großen Leistungsanforderungen im Beruf bieten sich die Wochenenden an.



Siehe auch:

Sozial?

derColablog Artikel



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